#digitaldienstag mit Marcus Lobbes

Endlich gehts hier wieder um meine Lieblingsfrage WIE DIGITAL IST DIE KUNST? Dazu habe ich den Regisseur Marcus Lobbes interviewt. Seit diesem Jahr ist er Künstlerischer Leiter der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, also genau der richtige für meine Fragen.

Was war deine erste Begegnung mit der Digitalisierung?

Meine ersten Begegnungen mit der Digitalisierung reichen zurück bis in eine Zeit, als es das den Begriff davon so noch nicht gab. Mein Vater war schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts als damals sogenannter Programmierer oder IT-Spezialist unterwegs. Bei uns zu Hause gab es immer die neueste Technik, immer ein großes Interesse an neuesten Entwicklungen. Allein die Generationen von Schachcomputern, die in unsere Wohnung gegen uns, für ihn analysierend oder gegeneinander im Betrieb waren – großartig. Was mein Vater so gearbeitet hat, war immer etwas Sagenumwobenes oder Geheimnisvolles; er selbst hat sich kaum je die Mühe gemacht, darüber zu berichten – in der Annahme, dass wir Familie davon niemals etwas verstehen würden, nehme ich mal an. Umso eindrücklicher waren mit ihm dann die Spaziergänge in den früheren 1970ern durch ein neu errichtetes Rechenzentrum, in dem ich voller Begeisterung den Wechsel von Lochkarte auf Magnetband präsentiert bekam. In meiner Erinnerung sind das Stockwerke voll mit riesigen Maschinen gewesen, die den gesamten Flugbetrieb der Lufthansa von Frankfurt aus steuerten. Dann, nachdem wir den praktischen Teil seiner Arbeit gesichtet hatten, haben wir an seinem Arbeitsplatz aus den riesigen Fenstern direkt auf die Start- und Landebahnen des Flughafens geschaut, und sein Lieblingssatz war: „Hier sitze ich und denke nach, wie es noch besser gehen könnte…“ 

Wie digital bist Du im Alltag?

Ach, nach einer riesigen Pause von allem, was auch nur ansatzweise mit Computern zu tun hat – ich war ziemlich vor unserem C64 versackt und wollte mich nun ausschließlich auf mein Studium, auf Musik, auf Theater konzentrieren – bin ich – tatsächlich erst – seit dem Jahr 2000 wieder an den Geräten und ihrer Vernetzung dran. Ich nutze zurzeit mehrere Rechner, stationär und mobil, natürlich ein Smartphone, alles vernetzt und vercloudet, und versuche trotzdem, eine Balance zwischen analoger Welt und Power-User herzustellen. Das heißt, dass ich nicht jede App und jedes Netzwerk brauche, aber…
Meine größte Schwäche, damals wie heute, sind digitale Unterhaltungsmedien. Ohne eine Stunde, äh Training an diversen PC-Spielen komme ich selten ins Bett – Reality-Detox…

Welche digitalen Bereicherungen willst Du nicht mehr missen?

In Echtzeit synchronisierte Kalender. Ein Segen!

Auf welche digitalen Entwicklungen könntest Du verzichten?

In Echtzeit synchronisierte Kalender. Ein Fluch!

Wie bist Du der Leiter der Akademie für Theater und Digitalität geworden?

Diese frühen, prägenden Erfahrungen und der staunende Blick auf das nicht sichtbare Digitale haben sich mit meiner Arbeit als Regisseur zu einem stetig wachsenden Interesse an digitalen Fragestellungen verbunden. Meine Liebe zu Spielen betrifft eben nicht nur das Theaterspiel oder nur die Computerspiele – die Faszination der Erzählungen, aber auch die der Mechaniken, war für mich immer gegeben. Vor über zehn Jahren habe ich dann angefangen, beides zusammen zu denken, wenn sich für mich eine sinnvolle Schnittstelle ergeben hat, wie z.B. in meinen Inszenierungen von „Kaspar Häuser Meer“ von Felicia Zeller oder bei Elfriede Jelineks „Ein Sportstück“.

Seit 2010 bin ich zudem regelmäßiger Gast am Schauspiel Dortmund, und die Fragestellungen, die Kay Voges und sein Team beschäftigt haben, sind auch mir immer gegenwärtig gewesen – unser beider familiärer Hintergrund ist seltsamerweise sehr ähnlich, unsere Suchbewegung in den Mitteln und bei den Vorlagen sehr unterschiedlich; aber die Erweiterung der Möglichkeiten u.a. im Theater und deren Sinnhaftigkeit hat am Ende wieder viel Gemeinsames. Das Interesse an einer koordinierten Professionalisierung, die offene und kuratierte  Forschung über den Dortmunder Rahmen hinaus, die Verbesserung der Kommunikation zwischen ‚Kunst‘ und ‚Technik‘, das Ankommen im Hier und Heute der Möglichkeiten: Das interessiert mich als Regisseur genauso wie als Künstlerischer Leiter. Es war ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte.

Wie wählst Du die Stoffe für ein/das Digitaltheater aus?

Da ist immer die Frage: Wofür?  Stoffe, die mich als Regisseur interessieren, müssen nicht zwingend auf digitale Möglichkeiten befragt werden. Ein befreundeter Dramaturg hat mich jüngst nach der Berufung an die Akademie als letzten Analog-Dino des Stadttheaters bezeichnet.
Vielen Dank auch an dieser Stelle.
Ich wähle lieber den umgekehrten Weg: Wenn es dem jeweiligen Team notwendig erscheint, digitale Mittel, Techniken, Erzählweisen, Video- oder Audioformate einzusetzen, dann beginnt die Recherche darüber, dann das Einordnen in den Theaterzusammenhang.

Als Künstlerischer Leiter der Akademie stelle ich gemeinsam mit dem Team einen Bezugsrahmen her, der sich von Einzelmeinungen nicht leiten lässt. Auf der Grundlage von Juryentscheidungen kuratieren wir die künstlerisch-technischen Forschungen unserer Stipendiat_innen. Diese Jury kommt von außerhalb der Akademie und ist mit Expert_innen aus den unterschiedlichsten Bereichen besetzt. Dabei planen wir aber noch kein ‚Digitaltheater‘: Der Clou ist ja, dass wir ein halbes Jahr forschen lassen können, ohne dass der Produktionsdruck einer von vornherein kommunizierten Theateraufführung oder eines Spielplans gegeben ist. Wenn dann zeigbare Ergebnisse entstehen, um so besser, aber das entscheidet sich erst im Prozess der Forschung.

Gibt es ein Prinzip, nach dem die digitale Umsetzung im Bühnenraum funktioniert?

Ich würde hier gerne zwischen sichtbar und unsichtbar unterscheiden.
Für ein Publikum unsichtbare Prozesse gibt es ja schon viele, sei es auf der Ebene der Kommunikation der Gewerke untereinander, sei es in der Herstellung der Elemente einer Aufführung oder bei den eingesetzten Apparaten; das alles macht zwar oft im Ablauf einer Aufführung Sinn – und findet sich im Theater bisher nur partiell und definitiv nicht standardisiert -, gehört aber zur Bühnenmechanik, die in den seltensten Fällen offenbar gemacht wird.
Auf der Ebene der sichtbaren Mittel, also z.B. Hologramme auf einer Bühne, die in Interaktion mit dem realen Theatergeschehen treten, sind wir ja ganz am Anfang. Viele Künstler_innen und Gruppen experimentieren in dem Feld, und bringen auch sehr spannende Formate zustande. Wie es sich weiterentwickeln wird: Wer weiß!
Ich für mich möchte es recht altmodisch formulieren: Bei den Darstellenden Künsten sollten sich die Mittel, ganz gleich ob analog oder digital, immer um das Thema, um die Menschen gruppieren, nicht umgekehrt.

Wie geht ihr mit der ethischen Debatte des „Entzauberns“ oder dem „Verrat am Theater“ um, die in Bezug auf digitale Bühnenformate aufkommt oder gibt es diese Debatte nicht mehr?

Die Warnungen, sich nicht zum Spielball einer technikverliebten Elite machen zu lassen oder der Digitalisierung Arbeitsplätze zu opfern oder den digitalen Möglichkeiten den Zugriff auf künstlerische Entscheidungen zu gewähren, hören wir schon. Es ist ein wenig wie in der vorherigen Frage: Angemessen abwägen und reagieren hat noch nie geschadet.
Dazu ist es vielleicht ganz gut, an Orten wie der Akademie die Möglichkeiten neuester Technik erproben – und im Zweifel auch verwerfen – zu können.

Andererseits, wenn wir die technischen Entwicklungen im Theater in längeren Zeiteinheiten betrachten, dann gibt es inzwischen kaum noch Kritik an geschlossenen Theaterbauten, elektrischem Licht, einer funktionierenden Bühnenmaschinerie oder dem Spielen bei abgedunkeltem Saal – Theater bedeutet Veränderung, oft auch Faszination am Dargebrachten, und seit jeher möchte ein Publikum mit den Mitteln und Diskussionen seiner Zeit konfrontiert werden. Wenn die Kunst als Sinnbild des Lebens erhalten bleibt, wird sie relevant bleiben. Was nichts taugt, hat im Theater noch nie lange überlebt. Wir sollten uns Zeit lassen.

Wie sieht für Dich das Theater der Zukunft aus?

Bewegt.

Marcus Lobbes arbeitet seit 1995 als Regisseur und Ausstatter im Musik- und Sprechtheater und ist seit 2019 Künstlerischer Leiter der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund. Seine Schwerpunkte sind Klassiker-Umsetzungen sowie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Nationaltheater Mannheim, an den Staatstheatern in Kassel, Mainz, Saarbrücken, Darmstadt und Braunschweig, am Schauspiel Dortmund, den Wuppertaler Bühnen, am Theater Freiburg, u.v.m. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Lobbes auch in der Lehre tätig, u.a. als Gastdozent und Sprecher an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg, dem Salzburger Mozarteum, der Universität Rostock, der Hochschule Mainz, der Kunstuniversität Graz und der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf.

Mehr Infos über Marcus‘ Arbeit an der Akademie oder seine Regiearbeiten gibts auf den Homepages.

Foto:  Susanne Diesner

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Wie digital ist die Kunst, ihr Cyberräuber?

Am heutigen #digitaldienstag habe ich das Künstlerkolletiv Die Cyberräuber, Björn Lengers und Marcel Karnapke interviewt.

Marcel Karnapke und Björn Lengers bilden seit 2016 das Künstlerkollektiv „CyberRäuber – Theater der virtuellen Realität“ (vtheater.net).
Sie verbinden Theater mit dem virtuellen Raum, bringen – oft gemeinsam mit anderen KünstlerInnen – digitale und virtuelle Welten ins Theater und das Theater auf virtuelle Bühnen. Sie erforschen neuartige Erzählmöglichkeiten und experimentieren mit Laserscans kompletter Bühnenbilder, dreidimensionalen Aufzeichnungen von SchauspielerInnen, Echtzeit-Bühnenbildern und mobilen Applikationen auf der Bühne.

Björn Lengers
Marcel Karnapke

Wie seid ihr die Cyberräuber geworden?
BL: Wir haben uns bei einer Veranstaltung über VR (Virtuelle Realität) und Film getroffen, beide dort die Meinung vertreten, dass VR viel interaktiver und echtzeitlicher als Film ist und daher viel mehr Verwandtschaft mit dem Theater hat. Und dann: don’t talk, do.
MK: Prinzipiell ging es bei der Veranstaltung auch darum, dass VR immer nur einzelnen Menschen etwas bietet. Dem haben wir widersprochen, denn wir glauben, die Zukunft von VR ist sozial und ein Gemeinschaftserlebnis, eben genau wie Theater.

Was war eure erste Begegnung mit der Digitalisierung?
BL: Ich habe eine Digitaluhr zur Erstkommunion bekommen und später meinen Eltern einen Commodore C64 „zum Programmieren lernen“ abgeschwatzt, der natürlich ausschließlich als Spielcomputer eingesetzt wurde.
MK: Ich habe den C64, den Amiga und die ersten Spielekonsolen in einem Computerclub gesehen. Das Einlegen von Audiocassetten, die klangen als würde man einer Katze auf den Schwanz treten und das daraus Zeilen von Text und Grafiken und am Ende ganze Welten auf dem C64 entstanden, war für mich absolute Alchemie.

Wie digital seid ihr im Alltag?
BL: Da wäre eigentlich erstmal zu klären, was das heißt, „digital sein“.
Ich bin schon ziemlich mit dem Smartphone verwachsen: Kommunikation, Social Media, Kalender. Und da wir derzeit an zwei Projekten gleichzeitig und remote arbeiten, sitze oder stehe ich den Großteil des Tages vor einem Display.
MK: Das würde jetzt zu weit führen, wenn ich alles aufzähle, aber man kann sagen, ich bin mit allen Sinnen massiv digitalisiert oder sogar augmentiert.
Meine Kopfhörer filtern aktiv Stimmen in der U-Bahn oder erzählen mir den Status meiner, in der Cloud arbeitenden Computer, lesen mir mit künstlichen Stimmen Artikel aus aller Welt vor und gängeln mich, wenn ich mich nicht genug bewege.
Und da hab ich das Smartphone noch nicht einmal angefasst!

Welche digitalen Bereicherungen wollt ihr nicht mehr missen?
BL: Die weltweite Vernetzung des Wissens und damit die Möglichkeit zu sehen, woran und wie andere Leute arbeiten. Twitter, Github, Colab.
MK: Um nur eine zu nennen, ich bin Podcastsüchtig.
Gerade weg vom Bildschirm zu sein und nur durch die Ohren und Gedanken in Geschichten einzutauchen, ist extrem schön und vorallem kann man es so toll in den Alltag einbauen; das nimmt dem Geschirrspülen doch gleich seinen Schrecken.

Auf welche digitalen Entwicklungen könntet ihr verzichten?
BL: Die Geburtswehen der neuen Zeit: Noch nicht gut entwickelte Diskussionskultur, Gesetzlosigkeit und Entmündigung.
MK: Totalüberwachung, damit einhergehende Steuerung durch Massenmedien, Trolling und das Live-Streaming von Gewalt.

Wie wählt ihr Stoffe für euer Digitaltheater aus?
BL: Da wir auch mit Stadttheatern arbeiten, teilweise gemeinsam mit ihnen. Beim Goldnen Topf, Memories of Borderline oder jetzt Fragmente | ein digitaler Freischütz kam der Vorschlag aus den Theatern.
Bei Verirrten sich im Wald gerade am DT (Deutsches Theater Berlin) war es eine gemeinsame Idee. Bei bisherigen freien Projekten haben wir uns zunächst mal an bekannten Stoffen (Schiller, Shakespeare) orientiert, gehen aber bei unseren kommenden Arbeiten andere Wege und entwickeln Stoffe selber zu den Themen Künstliche Intelligenz, Selbstermächtigung, Hilflosigkeit

Verirrten sich im Wald/ Deutsches Theater Berlin/ Foto: Arno Declair

Gibt es ein Prinzip, nach dem die digitale Umsetzung im Bühnenraum funktioniert?
BL: Ein Prinzip? Keine Ahnung. Wir sind eher Empiriker.
Wir glauben außerdem sehr an das gemeinsame Entdecken mit Künstlern verschiedener Disziplinen im Probenprozess. Eine Frage, die uns sehr beschäftigt:

Was ist denn eigentlich der Bühnenraum? Nach Peter Brook „Der leere Raum“?


VR ist eigentlich genau dieser „empty space“, aber wir machen ja auch Theater mit digitalen Mitteln auf der klassischen Bühne.
Und da ist sicherlich das Thema „Echtzeit“ wichtig: Digitales auf der Bühne sollte durch die Handlung der SpielerInnen und / oder ZuschauerInnen entstehen und nicht geskriptet sein.
MK: Da könnte man fast fragen, ob es ein Prinzip der Digitalität gibt?
Wir beschreiben unsere Arbeit sehr oft als eine Suchbewegung, da wir mit Medien arbeiten, für die es noch keine, bis wenige Erfahrungen gibt, sind wir bemüht Experimente zu wagen deren Ausgang auch ein Scheitern sein darf.
Eigentlich kommen wir oft an Grenzen, untersuchen diese und fragen uns, ob es Wege gibt, diese aufzuweichen, Dinge zu Verknüpfen und neue Perspektiven zu öffnen. Oft sind wir selbst total überrascht, wieviel man den Spielern und dem Publikum zutrauen kann und wieviel Gedachtes am Ende gut und solide funktioniert.

Wie geht ihr mit der ethischen Debatte des „Entzauberns“ oder dem „Verrat am Theater“ um, die in Bezug auf digitale Bühnenformate aufkommt?
BL: Gibt es diese Debatte wirklich? Ich glaube nicht, aber wir würden sie gerne führen. Im Moment ist es aber, nach meiner Wahrnehmung er so ein mürrisches „Naja“.
Es gibt mal ehrlich, niemanden, der sich mit der Aussage: „Digitales hat auf der Bühne nichts zu suchen“ profilieren möchte.
Was auch albern wäre. Wenn ich mir Probenprozesse und Produktionsprozesse im Theater angucke: Da läuft doch alles schon voll digital. Ohne Dropbox, Wetransfer, digitaler Sound-, Video-, Lichtsteuerung läuft nichts mehr, auf der Probebühne sind ständig mindestens vier Notebooks geöffnet.
Und „Verrat am Theater“? Dafür müsste man doch erstmal definieren, was Theater ist. Meine Erfahrung ist: Wenn ich zehn Menschen frage, was Theater ist, bekomme ich zehn verschiedene Antworten.

Man kann das Theater zum letzten Hort des „Analogen“ ausrufen, aber dann zieht man natürlich ins Reservat, weg von der Gesellschaft und weg von den Menschen.

Mir gefällt nicht, wenn Theater und Theatermenschen vor allem im Verteidigungsmodus sind, nur bewahren wollen oder Angst vor Veränderung haben. Wir wollen auch verzaubern, und ich empfinde, das was wir tun, eher als Dienst am Theater, als notwendige künstlerische Forschung.
MK: Ich habe absolut kein Problem damit jede Form von Technologie aus dem Theater zu verbannen. Man kann tatsächlich über alles „reden“.
Das bedeutet: Treffende Texte formulieren, spannende Fragen stellen und auch Technologien wie virtuelle Realität eignen sich prima, um komplett auf der Bühne behauptet zu werden.
Für mich gibt es absolut keinen Zwang diese Mittel einzusetzen um eine Geschichte zu erzählen. Ich schließe mich allerdings Björn an, dass ich es als wichtig empfinde, das sich Theater der Digitalität unseres Lebensalltags nicht verstellen – im Gegenteil – ich denke das Theater als Ort der Künstlerischen Betrachtung und Auseinandersetzung, kann hervorragend dazu genutzt werden Dinge sichtbar, spürbar und erfahrbar zu machen. Um uns neue Perspektiven zu ermöglichen.

Für mich ist die Digitalität der Welt und das Entwickeln von Software oft vergleichbar mit Radioaktiver Strahlung. Man riecht sie nicht, man schmeckt sie nicht und spürt sie nicht, dennoch umgibt sie uns, hat massiven Einfluss, birgt enorme Potentiale aber auch große Risiken.


Wie können wir als Künstler helfen, Menschen den Zugang zu solchen Welten zu öffnen, damit wir zumindest den Diskurs in der Gesellschaft wagen können!?

Marcel & Björn sind die Cyberräuber

Wie sieht für Euch das Theater der Zukunft aus?
BL: Gar nicht so sehr unterschiedlich, wie das der vergangenen 3000 Jahre: DarstellerInnen erzählen live Menschen Geschichten im Raum.
Und was das jeweils genau ist, wandelt sich ständig. Ich persönlich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob Theater als notwendige Bedingung einen physischen Ort, eine physische Bühne braucht.
Ko-Präsenz und Szenografie lassen sich auch anders erzeugen. Und es ist interessant, daran zu arbeiten. Jedenfalls bin ich überzeugt:
Das Theater hat seine besten Zeiten noch vor sich!
MK: In meinen kühnsten Visionen träume ich vom Cybertheater.
Einer Welt, in der das Publikum von überall auf der Welt einfach via virtueller Realität dazukommen und am Schauspiel aktiv oder passiv teilnehmen kann.
Auch die Schauspieler befinden sich an verschiedenen Spielplätzen auf dem Globus, treffen sich auf Bühnen, die zu Welten geworden sind und nehmen uns mit auf eine Reise in Ihre Köpfe, Mäuselocher oder schweben mit uns zusammen über den Dächern einer Stadt der Zukunft.
Klingt alles total abgehoben, aber haben wir schon ausprobiert, im Jahr 2018.
Scheint so als wäre die Zukunft schon heute, Sie ist nur noch nicht gleichmäßig verteilt.

The Memories of Borderline / Schauspiel Dortmund / Regie: Kay Voges, Cyberräuber
Die Biene im Kopf von Roland Schimmelpfennig Regie + Bühne: Martin Grünheit Programmierung + Virtual Reality: CyberRäuber Foto: Christian Brachwitz

Quellen: DT, Cyberräuber, Schauspiel Dortmund, Theater an der Parkaue

Beitragsbild: Christian Brachwitz Biene im Kopf am Theater an der Parkaue

Digitalisierung vs. Digitalität? Is das alles eins? Ist das meins?

Am #digitaldienstag gehe ich der Frage WIE DIGITAL IST DIE KUNST? nach.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Oder Bill Murray. Oder Ulrich Tukur. 

Oder meine tägliche Frage nach der Aktualität des Theaters. 
Schaffen wir uns als Kunstform nicht ganz erfolgreich selbst ab und das schon lange? Und auch wenn der Leidensweg ein langer und die Hoffnung ja zuletzt stirbt, ist es umso wichtiger sich umzuschauen. Was passiert um uns herum. Was passiert außerhalb der Theatersäle und Probenräume? 

Die Welt verändert sich und ja natürlich greifen theatrale Stoffe den Zeitgeist auf und ja wir brauchen für die Rezeption Zeit und ja schon das Wort Rezeption braucht Zeit.

Ich will aber im Jetzt sein, will jetzt leben, will jetzt Theatermachen. 

Und doch stehe ich immer wieder vor der Frage, wie viel Digitalisierung tut uns gut? Nicht nur dem Menschen, unserem Alltag, in diesem Fall der Kunst? 
Ein Instagramkonto und ein Smartphone machen die Kunst noch nicht digital. 
Weil ich eine Facebook-Ad schalte, bin ich schon lange nicht mehr fortschrittlich. 
Ja, ich kommuniziere als Künstlerin digital über diverse Kanäle, aber nur, weil ich Slack und Tinder und die App des Tages benutze, heißt das nicht, dass ich die damit die Kunst digitalisiere.
Digitalität und der Prozess der Digitalisierung sind zwei verschiedene paar Schuhe und eine Instagramstory ist erstmal nur eine Online-Marketing-Maßnahme.

Theatrale Phänomene wie Livekameras gehören schon fast zum Theateralltag wie ein Wahlabo. Und doch werden hier die Möglichkeiten durch die Digitalisierung immer größer, weiter, besser und vor allem schneller.

Mit dem richtigen Budget braucht die Livecam kein Kabel mehr und eine Glasfaserleitung ermöglicht eine einszueins-Übertragung über große Entfernungen.

 

Bestpractice: Die Parallelwelt

Die zwei siebenköpfigen Schauspielensembles auf den Bühnen im Berliner Ensemble und im Schauspiel Dortmund spielen zeitgleich miteinander Theater. Sie sind, wie das Publikum, zugleich voneinander getrennt und doch sicht- und hörbar miteinander verbunden, in Echtzeit: durch ein Glasfaserkabel, das Bilder und Töne in Lichtgeschwindigkeit über 420,62 Kilometer Luftlinie zwischen Dortmund und Berlin hin- und hertransportiert.
Quelle: Berliner Ensemble

So sieht Innovation aus. In Dortmund macht Kay Voges eine Variante vor. Digitalität im Bühnenraum. Eine Glasfaserleitung, ein Stück, zwei Theater, zwei Ensembles. Großartig und wirklich spannend. Wegweisend. Und wichtig.

Und doch konnte ich nicht umhin mich zu fragen, was ist zu viel und was gerade genug? Entzaubern wir damit den ursprünglichen Moment des Theaters, in dem wir in die Sphären der digitalen Räume eintauchen? Ist eine VR-Brille eine neue 3D-Brille und wir erleben die Bühnenstoffe dadurch erweitert?

 

Virtuell Reality und die Cyberräuber

Die Cyberräuber, ein Künstlerkollektiv, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Bühnenstoffe und deren Protagonisten zu digitalisieren, entführen uns mithilfe von VR-Brillen und Livecams in die sogenannten Experiences, die wir im Rahmen eines Bühnenstoffes erleben können. 

 

„Das Theater der virtuellen Realität bringt Theater in die VR und VR ins Theater. Warum?

„Wir lieben das Theater und wir glauben an VR als Erzählmedium: Wenn VR funktionieren soll, braucht sie Interaktivität, das Gefühl von Präsenz, Fokussierung auf Handlung und Personen. Und sie braucht starke Geschichten.
Theater kann das alles schon, seit Tausenden von Jahren und in allen menschlichen Kulturen. VR braucht das Theater.

Wir glauben an VR als Erzählmedium und lieben das Theater: Gutes Theater ist wunderbar. Aber die Zeiten des Theaters als bürgerliches Leitmedium sind vorbei. VR ist Zukunftstechnologie und ein Weg, viele Menschen unmittelbar zu erreichen. Und so: gutes Theater vielen zugänglich zu machen, unabhängig von Ort und Zeit. Außerdem sind in VR der Kreativität für Bühnen und Szenarien kaum Grenzen gesetzt. Theater braucht VR.“ Quelle: Cyberräuber

 

Astrid Kahmke vom bayrischen Filmzentrum München widerspricht.

Sie sagt, die Virtuell Reality ist keine Erweiterung des Bühnenraums oder des Kinofilms. Sie nennt sie eine eigene und noch neu zu gestaltende Kunstform, die noch in den Kinderschuhen steckt.

Und doch bietet es sich an, die ursprünglichen Sehgewohnheiten, vor allem aber die Geschichten, die im Theater jeden Tag und schon immer erzählt werden, zu nutzen und daraus das Zeitalter der Digitalisierung zu bespielen und zu gestalten.

Digitalisierung gestalten und mit entscheiden. Entscheiden wie weit wir gehen wollen, ohne uns abhängen zu lassen. Wie viel geben wir preis? Welche Stoffe sind geeignet und wie viel geben wir vom „alten System“ auf um ein neues, zukunftsweisendes zu entwickeln. 

Wollen wir statt Spielern Hologramme auf der Bühne sehen? Bleibt ein Bühnenraum der übliche Guckkasten? Ist die Verbreitung von Kunst über Streamingdienste ein Verrat am Livemoment des Theaters oder vielleicht die Lösung unseres ewigen Relevanzproblems? 

 

Fortschritt bezeichnet eine – zumeist im positiven Sinne verstandene – Änderung eines Zustandes. Gegenbegriffe sind Rückschritt und Stillstand. Fortschritt und Innovation begünstigen einander. (Google)

Und wie die Digitalisierung erst nicht vor zwei Wochen begann und immer mehr in unser Leben tritt, so müssen wir nicht morgen Lösungen, Rezepte und Systeme parat haben. Umso wichtiger ist es, miteinander zu sprechen, Experimente zu wagen, Fragen zu stellen und Formate zu entwickeln.

 

Ich bleibe dran! #wiedigitalistdiekunst

 

Fotos: Schauspiel Dortmund, Theater an der Parkaue Berlin, Pixabay

Sina Martens, wie digital ist die Kunst?

Heute geht es mal wieder um die Frage wie digital ist die Kunst, vielmehr das Theater?


Dafür bin ich nach Dortmund gedüst und habe mir Die Parallelwelt vom Regisseur und Intendant Kay Voges angeschaut. Als erstes deutschsprachiges Theater versucht der Regisseur das Theater durch digitale Möglichkeiten zu erweitern und zu bereichern.

Die zwei siebenköpfigen Schauspielensembles auf den Bühnen im Berliner Ensemble und im Schauspiel Dortmund spielen zeitgleich miteinander Theater. Sie sind, wie das Publikum, zugleich voneinander getrennt und doch sicht- und hörbar miteinander verbunden, in Echtzeit: durch ein Glasfaserkabel, das Bilder und Töne in Lichtgeschwindigkeit über 420,62 Kilometer Luftlinie zwischen Dortmund und Berlin hin- und hertransportiert.
Quelle: Berliner Ensemble

Nachtkritik schreibt:
„Was aber bedeutet Vernetzung, Digitalisierung und Quantenphysik für das Theater, das immer noch als Ort gilt, in dem Menschen Raum und Zeit miteinander teilen? Lässt sich dieser Raum mit Hilfe digitaler Medien erweitern, in eine andere Stadt, ein anderes Theater zum Beispiel? Wie kann man erzählen, wenn die Kontinuität von Raum und Zeit aufgehoben ist?“

Das Erlebnis war einmalig. Genauer gesagt, ist es zweimalig, denn es lief ja gleichzeitig in Berlin 😉 Und hat meine Neugierde nach Beschäftigung mit der Digitalität im Theaterraum verstärkt und bestätigt.
Dass zwei Ensembles an zwei Theatern chorisch einen Text sprechen, tatsächliche Spielpartner sein können und wir den Livestream als Erweiterung des Raumes, den wir physisch erleben, empfinden, ist mehr, als ich im Vorfeld erhofft hatte. Außerdem bewundere ich den Mut, den das Team hat, sich diesen auch unangenehmen Fragen seitens des Publikums aber auch der Kollegen zu stellen. Da geht es um Verrat am Medium Theater, da kommen Vorwürfe der Kommerzialisierung oder schlicht das Anprangern einer Mode, die sich für die Bretter, die die Welt bedeuten, nicht einlösen wird.

Wie aber fühlt sich so ein Theaterabend aus der Sicht eines der Darsteller an?

Deshalb habe ich die Schauspielerin SINA MARTENS vom Berliner Ensemble befragt:

Wie lange bist Du schon Schauspielerin?

Ein knappes Jahrzehnt.

Was fasziniert Dich an diesem Beruf am meisten?

Die Aufgabe als Schauspielerin, sich als eine Art Stellvertreterin der Zuschauer zu verstehen, die in den geschützten Räumen Film und Theater Dinge ausloten kann, die im Realen – manchmal zum Glück – nicht ausgelebt werden können. Und auch sich immer wieder neuen Themen und Menschen zu stellen, begleitet von der Suche nach der Darstellung von Welten und Figuren. Im besten Fall finde und entdecke ich etwas, sonst suche ich weiter.

Was bedeutet für Dich Digitalisierung?

Ich persönlich bin eine große Freundin des Analogen. Ich mag es Briefe zu schreiben, Platten zu hören, haptische Bücher zu lesen oder im Theater Schauspielern zuzusehen – ohne Mikrofon! Die Digitalisierung ist dennoch ein wesentlicher Bestandteil des 21. Jahrhunderts und der heutigen Gesellschaft. In allererster Linie ist sie eine Summe von Technologien und ich finde, ich sollte ihr nicht ohnmächtig gegenüber stehen, nach dem Motto „jetzt ist sie da“, sondern mir die Frage stellen, wie ich sie am besten einsetzen kann für eine nachhaltige Welt. Das kann eine Chance sein in vielen Bereichen, ohne das Analoge aufzugeben.

Als eine der Protagonisten in der Parallelwelt hast Du eine Doppelgängerin in Dortmund. Wie war das für Dich?

Das war und ist eine sehr besondere Erfahrung. Die eigenen Sätze aus dem Mund einer anderen zu hören, gleiche Bewegungen zu vollziehen. Und plötzlich denke ich völlig neu über das Wort Individualismus nach. Hannah Arendt schreibt in einem Ihrer Bücher über die Erfahrung, als ihr bewusst wurde, dass sie nicht ihre Einzigartigkeit betonen muss, sondern sich ihre eigene Persönlichkeit nur entwickeln kann, wenn sie sich öffnet, sich aussetzt, mit anderen in einer gemeinsamen Welt: „Ich möchte ein Mensch unter Menschen werden.Das, was unser Ich ausmacht, schaut uns sozusagen über die Schulter. Wir können es selbst nicht sehen, wohl aber unser Gegenüber, das uns wie ein Spiegel hilft, uns zu erkennen. Und das gilt auch umgekehrt, so dass sich ein Zwischenraum bildet, ein Raum des Gesprächs, des gemeinsamen Handelns, ein Raum, in dem wir uns gegenseitig erfahren. Unser Menschsein, unsere Identität, lässt sich nicht im abgeschlossenen Raum des eigenen Ichs finden, sondern entwickelt sich erst in der Begegnung mit anderen Menschen. Das Fremde, das mir in anderen Menschen begegnet, ist somit keine Bedrohung, sondern die Chance, mich zu erweitern, einen gefährlichen Egoismus zu überwinden.“

Wie hast Du reagiert als Du vom Konzept der Parallelwelt erfahren hast?

Mit gleichzeitiger Neugierde und Skepsis. Ein solches Konzept ist mir bekannt aus Science Fiction Filmen. Aber dass es für die Theaterbühne funktionieren kann, hat mich doch überrascht.

Was gefällt Dir am Umgang von Kay Voges mit den digitalen Möglichkeiten in seiner Inszenierung?

Kay Voges ist ein sehr offener, begeisterungsfähiger Mensch, der an das Theater glaubt und dafür brennt. Es ist großartig, wie er sich zusammen mit seinem Team den Möglichkeiten des Digitalen im Theater stellt. Er sucht nach einer Verbindung zwischen dem zweidimensionalen Raum und dem Live Erlebnis des Theaters und im Grunde sogar nach einem mehrdimensionalen Raum. Das finde ich in der Parallelwelt sehr gelungen.

Wieviel Digitalität verträgt ein Theaterstoff?

Das kann ich nicht pauschal beantworten. Das hängt von sehr vielen Faktoren wie Inhalt, Stück, Bühne, Regie, Bühnenbild, Kostüm, etc. aber vor allem der Geschichte, die wir erzählen wollen, ab.

Wo siehst Du Gefahren für das Medium Theater?

Ich sehe durchaus die Gefahr, dass das reine Spiel verschwindet und die Zuschauer eine leere Bühne nicht mehr ertragen können, weil sich die Sehgewohnheiten derart ändern.

Wie digital bist Du?

Ich besitze ein Smartphone und kann mit diesem durchaus Handy Tickets buchen. Beim Einfügen von Gifs in Insta Stories brauche ich aber Hilfe. Und ich muss mich darin andauernd redaktionell denken. Das finde ich anstrengend und anregend zugleich.

Was stört Dich am Zeitalter der Digitalisierung und worauf könntest Du gern verzichten?

Im Kleinen: Smartphones auf dem Tisch beim Abendessen und im Großen: Das jeder sich für einen Händler hält, der „die Wahl“ der Ware hat. Dabei sind wir alle darin nur die Ware.

Sina Martens
Sina Martens studiert Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater ‘Felix Mendelssohn Bartholdy’ in Leipzig. Bereits während des Studiums kommt es zu Zusammenarbeiten mit Regisseuren, die das Gegenwartstheater im Wesentlichen beeinflussen, darunter Armin Petras, Hans-Werner Kroesinger, Rainald Grebe, Sebastian Hartmann und Ulrich Rasche. Bevor Oliver Reese auf die Schauspielerin aufmerksam wird und sie ans Schauspiel Frankfurt, und dem folgend ans Berliner Ensemble engagiert, wo sie Hauptrollen in den Inszenierungen von Bernadette Sonnenbichler, Frank Castorf und Michael Thalheimer übernimmt. Sie wird mehrfach für ihre besondere und herausragende schauspielerische Leistung gewürdigt, unter anderem mit dem Förderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, dem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie dem des Internationalen Forums des Berliner Theatertreffen, und von der Fachzeitschrift ‘Theater heute’ zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt. Sina Martens arbeitet im Film und Theater sehr detailliert und mit einer hohen Präzision ihrer schauspielerischen Mittel. Dabei erfasst sie feingliedrig und sensibel die Unmittelbarkeit und das Fremde eines Menschen. Regisseure und Regisseurinnen schätzen die Glaubwürdigkeit ihres Spiels, das auch die Mehrdeutigkeit eines Menschen sowie seiner Geheimnisse zulässt.

Die Parallelwelt wird noch gespielt. Hier sind die Termine für Dortmund und Berlin.
Unbedingt hingehen und angucken- es ist ein bilderstürmerisches Theatererlebnis, das den Blick auf das Theatergeschehen nachhaltig verändert.

Danke an Sina Martens, an Jozo Juric und Kay Voges.

Foto: René Fietzek