Von kleinen Schwimmern, Hüftspeckverstecken und dem perfekten Ort zum Planschen

 

Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Dies sang schon mit süffisanter Miene Rudi Karell und betete damit zum Wettergott. Und endlich ist er da, der Sommer!!!

Pack die Badehose ein

Seit knapp drei Woche ist es endlich soweit, die Freibäder  haben ihre Türen geöffnet und wir haben die Qual der Wahl.
Lieber idyllisch natürlich am Badesee außerhalb, oder zentrumsnah und mit viel Spiel und Spaß-Angeboten in den Schwimmbädern oder hipp ne Runde Turmspringen im Stadtsee Woog. Die Auswahl ist groß und das Angebot vielfältig.

Doch nicht nur die Wahl des Ortes an dem man sich dem kühlen Nass hingibt bereitet manchen Kopfzerbrechen, auch die Frage „Bin ich schon bereit fürs Freibad?“
Ähm ja, bei 27° am Mittag (sogar im Schatten zeigt das Thermometer 24° an), wie bereit kann man sein??

How to – die perfekte Bikini-Figur

Natürlich plagt uns alle dasselbe, ob Mann ob Frau, wobei sicher Frau mehr darüber sinniert als der Mann. Deshalb geht es heute darum wie wir in nur einer Woche zur richtigen Bikinifigur kommen.
Man nehme eine Badehose, einen Badanzug oder Bikini und ziehe sich an. Einschmieren nicht vergessen und los geht’s. Mehr als eure eigene Figur braucht ihr nicht für die Badesaison. Bevorzugt werden bequeme Badeteilchen und vor allem welche, in denen man sich wohlfühlt.
Ob flacher Bauch oder breite Hüften- ihr seht immer toll aus und wenn man ins Wasser springt machts immer platsch! Egal wie groß und schwer wir sind. Ihr machen die perfekte Figur!

Beckenrandschlacht

Sind wir erstmal am Beckenrand so machen wir uns ganz klassisch deutsch mit Sonnenschirm, Deckchen, Klappstuhl, Kühlbox und drei Kilo Proviant breit. Unsere weiße Haut braucht Schutz und unsere Köpfchen einen Hut. Niemand ist fürs Schwimmen so gut ausgestattet wie ein deutscher Urlauber. Spontaneität und Flexibilität sind hier unerwünscht, denn hat man mal einen Platz gefunden, Handtücher auf Liegestühle geschmissen um das eigene Territorium abzustecken, um es später mit allen Mitteln zu verteidigen.
Die Kür hierbei sind Grills und Ghettoblaster für die Vollendung der Performance. Mit nackter Plautze und einem Sonnenhütchen wird Fettiges gebraten und dazu ein deutscher Schlager oder der neueste Sommerhit mitgeträllert.

Schwimmbecken-Hüftspeckverstecken-Outfit

Frau hingegen präsentiert sich am Becken meist bedeckt. So freizügig der Bikini wirkt umso mehr wird Salome-artig ein Tuch um die Problemzonen drapiert. In floralen oder 70er-Mustern wehen diese Diwans einer jeden um die Nase. Wickelanleitungen geben Fashionblogger oder Youtube-Tutorials jedes Jahr ab Mai zum Besten.
Der neueste Schrei sind übergroße Strohhüte, goldene oder neonfarbene Schwimmballarinas oder Zehentrenner aus Gummi.

Sicherheit geht vor

Ich erinnere mich noch daran wie ich schwimmen lernte. Ein paar Anleitungen, ein zwei strenge Wortwechsel mit meinem Vater und ich war soweit. Ein Sprung ins kalte Wasser- ich weiß genau woher dieser Ausdruck kommt. Denn so lernte ich schwimmen- rein ins Wasser und los.
Heute werden Kinder in Schwimmreifen, Westen und Schwimmringe gesteckt, dazu kommen Schwimmflügel, Taucherbrille und Schwimmflossen.

Die Ärmsten in den Ganzkörperkondomen aus , die sich in Fachsprache Swimsuits nennen und tatsächlich etwas von einem Anzug im besten Sinne haben. Eigentlich ein Kleidungsstück mit dem man nicht gern schwimmt.

Kein Wunder, dass viele der kleinen Schwimmer erstmal keine werden, aus Angst mit all dem Ballast unterzugehen. Hilflos und vor allem ohne Bewegungsspielraum dümpeln die Kinder an der Wasseroberfläche während Vati sich am Beckenrand die Haare rauft.
Zum Abend hin wird fleißig eingepackt und rumgeschimpft, die Haut spannt trotz Creme, denn nie saß man nur eine Sekunde im Schatten. Der Müllberg landet im überfüllten Eimer, einzelne Bierflaschen werden gesammelt und man schleppt sich ins völlig überhitze Auto. Die Kinder nölen, die Eltern streiten wer die Kleinste und den Sonnenschirm trägt.
Der Badeanzug benässt das Sommerkleidchen und bei der Fahrt werden die nassen Haare durch fönartige Luft aus der Lüftung getrocknet.
Jedes Mal dasselbe. Jedes Jahr dasselbe. Herrlisch!

 

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